{"id":9064,"date":"2026-10-14T20:31:25","date_gmt":"2026-10-14T18:31:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/?p=9064"},"modified":"2026-10-14T20:31:27","modified_gmt":"2026-10-14T18:31:27","slug":"wie-die-oma-so-der-enkel-dieser-siebenjaehrige-hat-den-bogen-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/?p=9064","title":{"rendered":"Wie die Oma, so der Enkel: Dieser Siebenj\u00e4hrige hat den Bogen raus"},"content":{"rendered":"<p>Mit f\u00fcnf Jahren probierte Henry Gego zum ersten Mal Bogenschie\u00dfen aus, mit sieben belegte er bereits den dritten Platz bei einer Landesmeisterschaft. Nun wurde der Aachener als J\u00fcngster von fast 100 Kindern und Jugendlichen f\u00fcr seine sportlichen Erfolge ausgezeichnet. Dabei ist er l\u00e4ngst nicht der einzige erfolgreiche Bogensch\u00fctze in seiner Familie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-1024x576.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9065\" srcset=\"https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-300x169.jpeg 300w, https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-768x432.jpeg 768w, https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-1536x864.jpeg 1536w, https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ-624x351.jpeg 624w, https:\/\/www.karlsschuetzengilde.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Henry-Artikel-AZ.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Montags und mittwochs geht es zum Fu\u00dfball, donnerstags zum Bogenschie\u00dfen, und manchmal steht auch samstags noch Training an. Doch einen Termin in seiner Woche erw\u00e4hnt Henry Gego besonders stolz: \u201eDienstags bin ich bei meiner Oma.\u201c Dass ausgerechnet seine Oma einen entscheidenden Anteil daran hat, dass der Siebenj\u00e4hrige heute mit Pfeil und Bogen bei Landesmeisterschaften antritt, passt da ziemlich gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn Bogenschie\u00dfen ist bei Familie Gego beinahe ein Familiensport. Henrys Oma betreibt das Hobby seit vielen Jahren bei der Karlsch\u00fctzen-Gilde. Dann fing seine \u00e4ltere Schwester Tabea an, und schlie\u00dflich wollte auch Henry wissen, wie es sich anf\u00fchlt, einen Pfeil auf eine Zielscheibe zu schie\u00dfen. F\u00fcnf Jahre alt war er bei seinem ersten Versuch. Da musste noch ein kleineres Sportger\u00e4t her. \u201eDer Bogen w\u00e4chst mit einem\u201c, erkl\u00e4rt Henry.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist er sieben, wird im Januar acht und hat bereits mehrere sportliche Erfolge vorzuweisen. In der letzten Septemberwoche wurde der Zweitkl\u00e4ssler gemeinsam mit fast 100 Kindern und Jugendlichen vom Stadtsportbund f\u00fcr sportliche Leistungen im Jahr 2025 ausgezeichnet. Henry war der J\u00fcngste von ihnen. Bei der Landesmeisterschaft im Freien 2025 belegte er den dritten Platz. Diesen Erfolg wiederholte er 2026 bei der Hallen-Landesmeisterschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass ein Siebenj\u00e4hriger \u00fcberhaupt bei solchen Wettk\u00e4mpfen startet, ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Viele Turniere lassen Teilnehmer erst ab acht Jahren zu. Henry hat trotzdem bereits an mindestens zw\u00f6lf Turnieren und Meisterschaften teilgenommen. Aufgeregt sei er dabei trotzdem. Am liebsten erinnert er sich an die Turniere, bei denen er viele Punkte sammeln konnte. Zum Spitzensportler m\u00f6chte er deshalb aber nicht werden. Bogenschie\u00dfen ist f\u00fcr Henry ein Hobby und soll es auch bleiben. Er m\u00f6chte weitermachen, solange es ihm Spa\u00df macht. Schlie\u00dflich gibt es noch einiges anderes in seinem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Da w\u00e4re zum Beispiel Fu\u00dfball. Zweimal pro Woche steht der Sport auf dem Programm. Und wenn gerade weder Fu\u00dfballschuhe noch Pfeil und Bogen gefragt sind, hilft Henry seinem Vater gerne im Stall. Familie Gego lebt auf einem Bauernhof. Katzen, ein Hund, Bullen und Meerschweinchen geh\u00f6ren dort zum Alltag des Zweitkl\u00e4sslers.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem kennt Henry sich mit seinem ungew\u00f6hnlicheren Hobby inzwischen ziemlich gut aus. Er wei\u00df, dass der richtige Stand wichtig ist, dass man sich konzentrieren und vor dem Schuss tief durchatmen sollte. Und er wei\u00df aus eigener Erfahrung, wof\u00fcr der Armschutz da ist. Die Sehne ist ihm n\u00e4mlich schon einmal gegen den Arm geschlagen. \u201eDas tut weh, das kann sogar bluten!\u201c, berichtet er.<\/p>\n\n\n\n<p>Am meisten Spa\u00df macht ihm beim Training eine \u00dcbung, bei der kleine Luftballons an der Zielscheibe befestigt werden. Ausgerechnet die machen es Henry aber noch schwer. \u201eDie Ballons bewegen sich wegen des Windes und oft treffe ich dann das Ziel, aber eben die Ballons nicht, weil sie sich bewegen\u201c, erz\u00e4hlt er. Darin m\u00f6chte er noch besser werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum es mit dem Bogenschie\u00dfen ansonsten schon so gut klappt? Er \u00fcbe viel und sein Trainer sei sehr nett und helfe ihm, erz\u00e4hlt Henry grinsend. Seine Schwester Tabea kennt noch eine weitere Voraussetzung: Man m\u00fcsse sich Zeit lassen und konzentrieren. Mutter Cora Gego bringt es auf eine einfache Formel: \u201eNicht die Nerven verlieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die zehnj\u00e4hrige Tabea ist dabei nicht nur Ratgeberin, sondern selbst erfolgreiche Bogensch\u00fctzin. Bei der Landesmeisterschaft im Freien 2025 belegte sie den zweiten Platz. 2026 wurde sie sowohl in der Halle als auch im Freien Landesmeisterin. Auch sie wurde vom Stadtsportbund ausgezeichnet. Fr\u00fcher traten die Geschwister noch in derselben Altersklasse an, heute schie\u00dfen sie zumindest beim Training hin und wieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Niederlagen geh\u00f6ren f\u00fcr die Familie dazu. \u201eSpa\u00df haben und nicht traurig sein\u201c, gibt Cora Gego ihren Kindern mit. Das passt zu Henrys eigener Einstellung. Neben offiziellen Wettk\u00e4mpfen mag er auch Spa\u00dfturniere, etwa das Nachtschie\u00dfen mit beleuchteten Zielscheiben oder das \u201eTurnier ums schwarze Gold\u201c in Baesweiler.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch im Verein geht es nicht nur darum, wer die meisten Punkte erzielt. Kinder und Erwachsene unterschiedlichen Alters trainieren dort gemeinsam und helfen einander. Tabea betont zudem, dass Bogenschie\u00dfen durchaus Mannschaftssport sein kann: Bei einigen Turnieren treten die Sch\u00fctzen gemeinsam als Team an.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Henry muss aus seinem Erfolg deshalb keine gro\u00dfe Sportkarriere werden. Er m\u00f6chte weiter Fu\u00dfball spielen, seinem Vater im Stall helfen, dienstags seine Oma besuchen \u2013 und eben Pfeile auf Zielscheiben schie\u00dfen. Warum gerade dieses Hobby? Henry formuliert es ziemlich unkompliziert: Er findet Bogenschie\u00dfen gut, \u201eweil man nicht immer nur zu Hause ist und man etwas macht, was man sonst eben nicht tut\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Aachener Zeitung<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit f\u00fcnf Jahren probierte Henry Gego zum ersten Mal Bogenschie\u00dfen aus, mit sieben belegte er bereits den dritten Platz bei einer Landesmeisterschaft. Nun wurde der Aachener als J\u00fcngster von fast 100 Kindern und Jugendlichen f\u00fcr seine sportlichen Erfolge ausgezeichnet. Dabei ist er l\u00e4ngst nicht der einzige erfolgreiche Bogensch\u00fctze in seiner Familie. 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